Getting around

July 20, 2001 | Filed Under Travel |

Die erste Nacht war ziemlich unruhig (Auch wieder im wahrsten Sinne des Wortes, denn mein Zimmer lag direkt unter der Strasse). Ich hatte also die Wahl zwischen geschlossenem Fenster und Ruhe oder Schwitzen, da es furchtbar schwül war und es in dem Zimmer keine Klimaanlage bzw. Ventilator gab. Um 3:00 Uhr hat dann der Wunsch nach Ruhe gesiegt. Um 10:00 Uhr wurde ich dann endgültig geweckt, mit der Bitte, mein Zimmer zu räumen. Mein ursprünglich reserviertes Zimmer war doch noch frei geworden und so hieß es umziehen in den 17. Stock in ein Zimmer mit Ventilator. Ich habe den armen Kerl bedauert, der sich freiwillig in den 5. Stock begeben hat, weil das Zimmer 1 qm größer ist. Gegen 11:00 Uhr war dann auch der letzte Kram in meinem neuen Zimmer. Da mein Magen sich schon wieder lautstark bemerkbar gemacht hatte, habe ich dann mit Stefan, Martin, Markus und Lukasz ein Platz zum Frühstücken gesucht und gefunden. Nach einer Portition “Scrambled Eggs” ging es dann endlich auf Sightseeing-Tour. Zum ersten Mal die U-Bahn benutzt und direkt festgestellt, dass die Türen dort gnadenlos schließen. Entweder ist man drin oder man hängt in der Tür. Interessanterweise rennt dort niemand nach einer U-Bahn, da die Bahnen dort so häufig fahren, dass es sich schlicht nicht lohnt. Martin hatte ein Reiseführer gekauft und durfte diesen dann für den Rest des Tages auch spielen. Toronto ist sicherlich eine interessante Stadt, wenn man sonst nur die ländliche Seite von Kanada kennt sind die vielen Wolkenkratzer beeindruckend. Wer dagegen schon einmal in New York war, wird an vielen Ecken vielleicht nur sagen “Been there - know that!”. Toronto ist für diejenigen vielleicht erst auf den zweiten Blick eine interessante Stadt. So ging es an berühmten und weniger berühmten Gebäuden vorbei. Schließlich landeten wir beim St. Andrews Market, wo wir uns noch eine Eßausrüstung besorgt haben (ein weiteres, unwesentliches Detail, dass die vorherigen Summerschüler nicht erwähnt hatten), denn im College gab es soetwas nicht. Es gab zwar eine Küche und ein Bad, die Ausstattung muß aber von jedem selbst besorgt werden. Egal, so lernt man wenigstens Leute kennen. Der St. Andrews Market ist eigentlich ein Lebensmittelmarkt - von Fisch bis zu Oliven gibt es hier alles zu kaufen. In einem Park haben wir uns dann über Stefans Oliven hergemacht und zum ersten Mal Eichhörnchen beobachtet. (Sollte nicht das letzte Mal gewesen sein.) Schließlich waren wir noch beim Eaton Center, einer der größten Einkaufsmalls in Toronto (selbst Kinos sind darin integriert).

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