Kanutour
July 31, 2001 | Filed Under Travel |Heute ist wohl das Highlight unserer Summerschool passiert. Da wir mit der UoT günstig zu den Niagra Falls kommen, konnten wir Prof. Herpers ersparen zum x. Mal mit zu den Niagara Falls zu haren und haben uns stattdessen auf eine Kanu Tour am Lake Rae geeinigt. Um 6:30 Uhr hieß es aufstehen, um 7:00 Uhr ging es mit einem Bus in die vielgepriesene Natur Kanadas. Nur die Hartgesottenen haben die ständigen Schlaglöcher in den Straßen ignorieren können und so noch etwas Schlaf nachgeholt. Um 8:30 Uhr war dann der erste Stop angesagt, wir bekamen unsere Paddel und die Rettungswesten (just in case). Nach einer weiteren halben Stunde waren wir dann endlich an unserem See. Zuerst mußten wir allerdings noch die Kanus durch einen Wald schleppen und wurden dabei auch schon von heimtückischen Mücken heimgesucht. Also erst mal drei Lagen Off, ein Anti-Moskito-Spray mit integrierter Sonnencremen aufgetragen, die obligatorischen Hütchen aufgesetzt und dann ging es nach einigen Instruktionen von James und Rainer ab ins Gewässer. Eigentlich sieht das Navigieren eines Kanus ja nicht so schwer aus, tja, bis man das mal selber machen muß. Eine halbe Stunde haben wir uns von einem Ufer zum anderen bewegt, sind wohl in alle möglichen Richtungen gerudert, allerdings nie in die richtige Richtung. Nach einigen weiteren (zunächst erfolglosen) Erklärungen von James und auch Prof. Herpers hatte ich dann nach einer halben Stunde die Grundnavigation kapiert. Dann hieß es allerdings auch schon wieder ans Ufer rudern, denn wir wollten noch zu einem anderen See. Damit war allerdings auch wieder ein Transport des Kanus (20 Meter über einen Berg!) verbunden. Die Landschaft war wirklich toll, die Sonne brannte, wir schwitzten ohne Ende und so entschlossen sich die meisten zu einem Bad im See. Das sollte allerdings nicht ohne Folgen bleiben, denn die Felsen mit integrierten Muscheln waren höllisch scharf und so glich unsere Campingstelle nach kurzem eher einem Schlachterladen, da sich einige doch nicht unerhebliche Schnittwunden zuzogen. Nach ausgiebigem Mittagessen paddelten einige noch um den See und dann hieß es auch schon wieder fertig machen und zum Start zurückrudern, inklusive Kanutransport über den Berg. Der Rückweg war wenig spektakulär. Der Großteil war doch ziemlich fertig und schlief trotz Schlaglöchern. Ich war sichtlich froh im Tartucollege anzukommen und erst mal eine ausgiebige Dusche genießen zu können. Am Abend ging es dann mit gehörigem Muskelkater noch auf ein Bier zum Paupers.