April 19, 2005 | Filed Under General | No Comments
Wahrscheinlich sehr zum Ärger der ganzen Tourismusindustrie in Rom, hat man sich nach nur 26 Stunden pünktlich zur Nachrichtenprimetime auf einen neuen Papst einigen können. So bleibt uns - Gott sei Dank[tm] - in den nächsten Tagen weiterer Medienterror mit lustigen Männern in Kutten, Frauen in Pinguinkostümen und spaghettifressenden Moderaten und der hundersten Erklärung zur Bedeutung von weißen und schwarzen Rauch erspart.
Einen sonderlich sympatischen Eindruck vermittelt der neue Papst allerdings nicht und in Deutschland scheint allgemein Zweckpessimus angesagt zu sein, aber warten wir es ab, ob die katholische Kirche auf Dauer auf den vielen rückständigen Positionen stillstehen bleibt.
Claudia Roth gab dem neuen Papst folgende Worte mit auf den Weg:
“(…) Ich wünsche mir einen Papst Benedikt XVI. mit der Kraft zu Menschlichkeit und Integration.
Einen Papst, der den Willen hat, Reformen durchzusetzen und die Kirche zu öffnen. Der Frauen gleichberechtigt anerkennt und homosexuelle Menschen nicht diskriminiert, der sich einsetzt für neue Positionen im Bereich der Empfängnisverhütung und der Aids-Bekämpfung. (…)”
Trotz Visa-Affäre scheinen die Grünen doch noch eine Portion Humor übrig zu haben. Deutschland, es geht aufwärts!
April 17, 2005 | Filed Under General | No Comments
1. Google nach Seiten mit deutschen Lyrics
2. Fütter $Anwendung mit den Adressdaten aus dem Impressum und verfasse mit $Schreibprogramm einen Serienbrief und stelle 1600 Euro jeweils in Rechnung
3. Profit
… Anwalt müsste man sein.
April 14, 2005 | Filed Under General | No Comments
Nope, nix über 9/11, wie der Titel vielleicht vermuten lässt. 9F11 ist die Simpsons Folge, wo der Duff-Beer Song vorkommt. Und dank David geistert der seit letzter Woche in meinem Hirn herum.
Dieser Blog Eintrag ist Herrn Brodkorb gewidmet.
April 12, 2005 | Filed Under General | No Comments
Nach nur 4 Monaten hat sich heute mein Reiskocher zu einer Trennung von mir entschlossen und ist spontan durchgebrannt.
Toll… wir hatten gerade eine so gute Beziehung aufgebaut. Er lieferte mir auch an chaotischen Tagen immer eine perfekt durchgekochte Portion Reis und hielt sie stundenlang wohltemperiert - eine wichtige Eigenschaft für internetsüchtige Geeks, denen das Zeitgefühl verloren gegangen ist.
Man darf halt von Küchengeräten, die man für 10 Euro Netto bekommt, auch nicht zu viel erwarten… Und irgendwoher muß ja das Wirtschaftswachstum auch kommen, und sei es, dass man sich alle 4 Monate neue Küchengeräte besorgen muß. Da lobe ich mir doch unser Rührgerät - made in the DDR. Das verbringt jetzt schon 16 Jahre in unserem Haushalt und funktioniert immer noch ohne zu mucken. Vielleicht hat ja die fehlende Nachfrage nach Küchengeräten auch letzlich zur Staatspleite der DDR geführt?
April 3, 2005 | Filed Under General | No Comments
I came to you, now it’s you who have come to me. I thank you.
Karol Józef Wojtyła (18/05/1920 – 02/04/2005)
March 30, 2005 | Filed Under General | No Comments
Some useful criterias for evaluating new antispam proposals.
Your company advocates a
( ) technical ( ) legislative ( ) market-based ( ) vigilante
approach to fighting spam. Your idea will not work. Here is why it won’t work. (One or more of the following may apply to your particular idea, and it may have other flaws which used to vary from state to state before a bad federal law was passed.)
( ) Spammers can easily use it to harvest email addresses
( ) Mailing lists and other legitimate email uses would be affected
( ) No one will be able to find the guy or collect the money
( ) It is defenseless against brute force attacks
( ) It will stop spam for two weeks and then we’ll be stuck with it
( ) Users of email will not put up with it
( ) Microsoft will not put up with it
( ) The police will not put up with it
( ) Requires too much cooperation from spammers
( ) Requires immediate total cooperation from everybody at once
( ) Many email users cannot afford to lose business or alienate potential employers
( ) Spammers don’t care about invalid addresses in their lists
( ) Anyone could anonymously destroy anyone else’s career or business
Specifically, your plan fails to account for
( ) Laws expressly prohibiting it
( ) Lack of centrally controlling authority for email
( ) Open relays in foreign countries
( ) Ease of searching tiny alphanumeric address space of all email addresses
( ) Asshats
( ) Jurisdictional problems
( ) Unpopularity of weird new taxes
( ) Public reluctance to accept weird new forms of money
( ) Huge existing software investment in SMTP
( ) Susceptibility of protocols other than SMTP to attack
( ) Willingness of users to install OS patches received by email
( ) Armies of worm riddled broadband-connected Windows boxes
( ) Eternal arms race involved in all filtering approaches
( ) Extreme profitability of spam
( ) Joe jobs and/or identity theft
( ) Technically illiterate politicians
( ) Extreme stupidity on the part of people who do business with spammers
( ) Extreme stupidity on the part of people who do business with Microsoft
( ) Extreme stupidity on the part of people who do business with Yahoo
( ) Dishonesty on the part of spammers themselves
( ) Bandwidth costs that are unaffected by client filtering
( ) Outlook
and the following philosophical objections may also apply:
( ) Ideas similar to yours are easy to come up with, yet none have ever been shown practical
( ) Any scheme based on opt-out is unacceptable
( ) SMTP headers should not be the subject of legislation
( ) Blacklists suck
( ) Whitelists suck
( ) We should be able to talk about Viagra without being censored
( ) Countermeasures should not involve wire fraud or credit card fraud
( ) Countermeasures should not involve sabotage of public networks
( ) Countermeasures must work if phased in gradually
( ) Sending email should be free
( ) Why should we have to trust you and your servers?
( ) Incompatiblity with open source or open source licenses
( ) Feel-good measures do nothing to solve the problem
( ) Temporary/one-time email addresses are cumbersome
( ) I don’t want the government reading my email
( ) Killing them that way is not slow and painful enough
Furthermore, this is what I think about you:
( ) Sorry dude, but I don’t think it would work.
( ) This is a stupid idea, and you’re a stupid company for suggesting it.
( ) Nice try, assh0le! I’m going to find out where you live and burn your house down!
March 30, 2005 | Filed Under General | No Comments
Ich hatte ja gedacht, dass meine Bahn-Erfahrungen zur CeBIT schon abenteuerlich waren, aber was ich heute auf lummaland gelesen habe, relativiert das doch sehr. Eigentlich sollte man meinen, dass bei einem deutschen Zukunfstunternehmen doch der Kundenservice oberste Priorität haben sollte, aber scheinbar liegt da noch ein weiter Weg vor.
March 28, 2005 | Filed Under General | 1 Comment
So grausam es klingt, das Leben geht irgendwie weiter. Die Sonne geht trotz allem morgens immer noch auf und abends unter und so schwer es auch fällt zu akzeptieren, dass jemand mit dem man eine Menge Zeit verbracht hat, nie mehr für einen da sein wird, so hat man doch keine andere Wahl.
Ich hab mir diese Woche ein paar Tage Auszeit genommen und mich schließlich in Arbeit gestürzt um auf andere Gedanken zu kommen. Das führte dann unter anderem auch dazu, dass ich endlich das bisherige Feedback zu meinen mittlerweile dritten Exposee für ein Diplomarbeitsthema weitgehend umgesetzt habe und eine der wichtigen organisatorischen Hürden - Okay des Erst- und Zweitbetreuers- genommen habe. Es gibt zwar noch ein paar offene Punkte, wo ich noch keine konkrete Vorstellung zur Umsetzung habe, aber das sollte sich in den nächsten Wochen lösen lassen.
Ansonsten habe ich ein Easter-Hackwochenende durchgezogen und bin die lange geplante Überarbeitung der Abrechnungssoftware von AurISP angegangen. Es ist mittlerweile die 3. Reinkarnation für die Abrechnungen und ist imho in einem recht brauchbaren Zustand - der Zusatz “hackish” trifft allerdings nach wie vor zu. Angefangen haben wir übrigens mal mit einer einfachen Latexvorlage. Kurz danach folgte ein Rubyskript, welches sich die meisten Daten aus einer Datenbank zog und die Rechnung erstellte. Nachteil bei dieser Lösung war, dass wir für jede Rechnung direkt in den Datenbanktabellen Änderungen vornehmen mussten, was einerseits zeitaufwändig und anderseits auch fehleranfällig war. Im Oktober 2004 gab es dann endlich die erste Version eines PHP Webfrontends, mit der man die wichtigsten Aufgaben via Webbrowser erledigen konnte. Hauptfeature der 3. Reinkarnation ist die Möglichkeit recht frei die einzelnen Rechnungspositionen zu gestalten. Ansonsten kann man alle relevanten Einträge (Kundendaten, Produktdaten, Rechnungsdaten) über entsprechende Formulare anlegen und ändern.
Da mich die korrekte Berechnung der Umsatzsteuer für die Rechnungen einige Zeit gekostet hat, noch ein wichtiger Hinweis aus der MySQL Dokumentation. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass die ROUND() Funktion kaufmännisch runden würde, allerdings ist das nicht so:
Note that the behavior of ROUND() when the argument is halfway between two integers depends on the C library implementation. Different implementations round to the nearest even number, always up, always down, or always toward zero. If you need one kind of rounding, you should use a well-defined function such as TRUNCATE() or FLOOR() instead.
Rundungsdifferenzen sorgen manchmal echt für komische Seiteneffekte. Insgesamt ist die korrekte Berechnung der Mehrwertsteuer alles andere als trivial, wenn man Kunden immer nur Bruttopreise angibt.
Mal schauen, wann es die 4. Reinkarnation geben wird, Änderungswünsche gibt es jedenfalls schon wieder.
March 20, 2005 | Filed Under General | Comments Off
There are things that take you by surprise. At first you think it is a sick joke, a fatal mistake. But after a while you have to accept the horrible truth. Why you? Why so young? Why now? Why does life have to be so unfair?
We’ll never forget your laughter, the crazy things that you have done, your sarcasm. It is just inconceivable that we will never talk to each other, laugh with each other or fight with each other. I am grateful that I got to know you and that you have been there for me during your short journey.
So many words left unheard forever.
March 15, 2005 | Filed Under General | No Comments
Eine Liste von Messemitbringsel:
Ein plüsch-Plus von E-Plus
Einen Kugelschreiber von Konica-Minolta
3 Tüten Gummibärchen
Ein Hanuta (bereits gegessen)
Eine Tüte Saft (bereits getrunken)
Produktblätter
March 15, 2005 | Filed Under General | No Comments
Da ich vor ein paar Jahren die Größe des Messegeländes schon mal unterschätzt habe und daraufhin eine Nacht in Hannover verbringen durfte, beeilte ich mich mit Christian zurück zum Bahnhof nach Laatzen zu kommen. Mit einer Durchsage, dass Christians Zug Verspätung hatte, traffen wir schließlich am Bahnhof ein. Mit dem festem Glauben, dass ich meine Lästereien an der Bahn bereits mit der Hinfahrt bezahlt hatte, vertraute ich darauf, dass bei der Rückfahrt alles gut gehen würde. Aber dann kam auch schon die Durchsage, “Regionalexpress 34854 hat wenige Minuten Verspätung”. Über die Bedeutung von “wenige Minuten” sinnierend, traffen dann aber quasi zeitgleich Christian’s ICE und mein RE ein. Leider bummelte der RE aber scheinbar in Schrittgeschwindigkeit zurück nach Hannover und als wir um 20:30 Uhr immer noch nicht in Reichweite des HBFs waren, malte ich mir schon wieder eine Nacht in Hannover aus. Kurz vor Eintreffen bekamen wir aber die Nachricht, dass der ICE nach Bonn netterweise auf uns warten würde. Der Begriff “Warten” bedeutet bei der Bahn übrigens: Sie haben 60 Sekunden Zeit von Gleis 7 nach Gleis 12 zu kommen.
Persönliche Erkenntnis des Tages: Bahntickets sind deshalb so teuer, weil sie anscheinend einen Erlebniszuschlag beinhalten. Wozu 100 Euro für den ultimativen Sprung ausgeben. Pah, einfach mal Bahn fahren - nichts treibt soviel Adrenalin in den Körper, wie der Run auf den nächsten Zug.
Die Heimfahrt nach Bonn verlief dann wenig spektakulär. Der wenige Schlaf und das lange Rumlaufen forderten ihren Tribut. Übrigens, an all die handysüchtigen Mitfahrer in meinem Abteil: Der Handyempfang könnte deswegen so schlecht gewesen sein, da der Wagen eine Handyruhezone war und deswegen keine fucking Repeater hatte. Mit 3 Minuten Verspätung war ich dann um 23:40 in Bonn und erreichte - just in time - die verspätete Linie 16, die mich nach Hause fuhr. Und so schloß sich dann auch der Kreis.
March 15, 2005 | Filed Under General | No Comments
Nach all dem Streß, versorgten wir uns erstmal mit Brötchen. Christian hatte morgens schon die meisten VoIP Stände besucht, und so starteten wir erst mal in die Security Halle. Als erstes entdeckte ich den Webwasher Stand, wo ich es mir nicht nehmen lassen konnte, zu fragen, ob denn die Linux Clientversion noch mal weiterentwickelt wird. Chancen scheinen schlecht zu stehen, man wird es aber als Feedback weitergeben. Den Vorschlag den Sourcecode zu veröffentlichen beantwortete man mir nur mit einem herzhaften Lachen.
Christian bedankte sich anschließend artig beim Sponsor seiner Eintrittskarte mit etwas Smalltalk. Wieso fühlt man sich zwischen Schlipsträgern in einem “Casual-Outfit” eigentlich automatisch unwohl?
Danach nutzte ich die Gelegenheit, mir einen Überblick über die aktuellen AntiSPAM Produkte der großen Firmen zu verschaffen. Waren ein paar interessante Sachen dabei, aber scheinbar wandelt sich die CeBIT mehr und mehr zu einer puren Geschäftsmesse. Ich machte mir teilweise den Spaß und stellte mich entweder als Student oder als Mitarbeiter eines ISP Unternehmens vor. Der Enthusiasmus einiger Verkaufsmenschen schwand merklich, als man herausfand, dass ich nur recht wenig Entscheidungspotential für die Anschaffung ihrer Lösung hatte.
Weiter ging es zum Heise Stand, wo ich endlich meinen GPG Key für die c’t Kryptokampagne signen lassen wollte. Das Skript hatte Probleme mit RSA Schlüsseln, so dass ich wohl erst in ein paar Wochen erfahren werde, ob die Aktion erfolgreich war. Dann suchten wir den Debian Stand und erhöhten Alex‘ “Thank-You” Counter. Außerdem tauschten wir noch mal GPG Fingerprints aus. Ich erzählte auch kurz von unseren Konferenzidee. Alex empfahl, 3-6 Monate vorher Bescheid zu geben. Sie würden dann Werbung auf den Mailinglisten machen und vorbeikommen. Außerdem gab er uns den Namen von einem Ansprechpartner für den Linuxtag, mit dem er kurz vorher auf einem anderen Stand gesprochen hatte. Wir versuchten denjenigen dann auch zu finden und nach einiger Namensverpeilung bekamen wir dann den Hinweis, dass sich ein paar Linuxtag Leute auf dem Gemeinschaftsstand von Rheinland-Pfalz in Halle 9 befinden würden.
Also zurück zu Halle 9, wo wir dann mit einem der Organisatoren ein längeres Gespräch hatten. War ganz interessant und ich denke, dass wir ein paar gute Informationen mitbekommen haben.
Christian wollte sich auf dem IBM Stand noch die neuen Thinkpad Modelle anschauen - da konnte ich natürlich nicht nein sagen. Die X-Modelle waren schon sehr sexy und Christian diskutierte hinterher, was sexier war, die Standhostessen, mit denen wir uns über die Modelle unterhalten haben oder die Modelle an sich.
Nach meinen schlechten Erfahrungen mit dem LG Support und ihren Brennern, bekam eine arme Messehostess meine Verärgerung über ihren schlechten Service ab. Sie nahm meine Adresse auf und wollte es noch mal an den Support weiterleiten.
Die Zeit lief uns langsam davon und wir liefen noch in die e-plus “Frühlingshalle”, wo ich mir das Nokia 6230i anschauen wollte. Die Aussagen, wann das Modell bei eplus verfügbar ist, waren widersprüchlich (April oder Mai oder Juni) und ob die Sparguthabenaktion verlängert wird, konnte mir auch keiner sagen.
Ich hetzte dann noch mal quer über das Messegelände zum australischen Gemeinschaftsstand, wo ich meine alte Chefin treffen wollte. Leider war sie bei einem Geschäftstreffen und so hinterließ ich nur meine Visitenkarte.
Der offizielle Messeteil war dann auch schon zu Ende und Christian und ich machten uns auf zu den Standparties. Wir landeten schließlich bei der ToBIT Standparty, wo es Musik, ne Bierflatrate von 2 Euro und Go-go Girls geben sollte. Die Go-go Girls waren leider recht schnell verschwunden, dafür griffen wir noch Laugenbretzeln ab.
Meine Ex-Chefin rief mich dann doch noch an und schlug einen Treffpunkt vor, wo wir uns kurz treffen könnten. Dank Christians langer Expo-Erfahrung wusste er auch sofort, wo wir hinlaufen mußten. Wir trafen sie schließlich inmitten irgendeines neuseeländischen Firmentreffens. Netterweise lud sie uns auch noch auf ein paar Drinks in die Münchner Halle ein und nach einer dreiviertel Stunde mußten wir dann leider, good-bye sagen.
March 15, 2005 | Filed Under General | 1 Comment
Nach nur 4 Stunden Schlaf hieß es für mich um 7:30 Uhr bereits Aufstehen. Kurz nach 8 machte ich mich auf den Weg Richtung Bahn. Die Linie 16 fuhr gerade davon als ich an der Haltestelle eintraf, zu spät - wie immer - und vollgepackt mit Menschen. Meine Bahn kam dann auch pünktlich, allerdings merkwürdigerweise genauso vollgepackt wie die vorherige Bahn. Mit Mühe quetschte ich mich noch in die Bahn und dachte unweigerlich an Viehtransporte. Unsere Fahrt kam auf halber Strecke plötzlich zu einem Stop, 8 bange Minuten vergingen, der Sauerstoff erreichte langsam ein kritisches Minimum, aber schließlich ging es doch noch weiter und ich erreichte den Hauptbahnhof.
Am Bahnsteig angekommen, erblickte ich noch die Reste eines Regionalexpresses und freute mich auf die baldige Ankunft meines ICs. Ich lachte noch über die angebliche Abfahrtszeit von 7:44, aber die nachfolgende Durchsage riss mich wieder in die Realität: “Der IC 2400 verkehrt heute von Bonn-Beuel. Begeben Sie sich zum Taxistand und lassen sie sich nach Beuel fahren.” Ich beeilte mich zu den Taxis zu kommen und fuhr mit 2 anderen Leidensgenossen nach Beuel. Zwischendurch warteten wir eine Ewigkeit an der Ampel am Stadthaus. Wie uns der Taxifahrer erklärte, lag das am intelligenten Verkehrsleitsystem, was der Meinung war, dass noch nicht genug Autos lang genug an der Ampel warteten und außerdem die Bahn noch Vorrang hatte.
Ich erreichte mit ca. 40 anderen Leuten irgendwann Beuel. Als wir durch die Vorhalle gingen, sahen wir noch, wie sich ein Zug gerade davonmachte. Aussprüche, wie, “Das wäre er gewesen”, tat ich noch mit Unglaube ab, so unfähig konnte die Bahn meiner Meinung nicht sein. Nun, die Bahn war so unfähig. Gestrandet in Beuel, verlassen von allen Bahnmitarbeitern (hatten sich scheinbar hinter ihrem Schalter versteckt) warteten wir auf den nächsten Zug. Eine Regionalbahn kam dann irgendwann und nahm uns mit Richtung Köln. Meinen IC würde ich wohl nicht mehr kriegen, meinte der Schaffner, und suchte nach einer neuen Verbindung nach Hannover. Er empfahl mir den ICE um 9:45 Uhr ab Köln zu nehmen. Mit diesem wäre ich nur unwesentlich später in Hannover. Meine “Zugbindung” könnte ich mir bei der Bahnaufsicht auf dem Kölner HBF wegen “Personenschaden” aufheben lassen. Auf dem Weg nach Köln stellte ich mir die Frage ob Selbsmörder wohl langjährige Bahnfahrer gewesen sind.
Die Bahnaufsicht überraschte ich in Köln gerade beim Frühstück. Helfen konnte man mir leider nicht direkt, aber den Weg zum Servicepoint in der Bahnhofshalle wurde mir freundlicherweise erklärt. Irgendwann erreicht man den Zeitpunkt, wo einem alles egal ist, also machte ich mich auf zum (Un)ServicePoint der Bahn. Vor mir hatte sich bereits eine Schlange gebildet. Warum Leute nach Gleisen und Abfahrtszeiten von Zügen fragen, wo doch diese Information groß auf einer Tafel direkt über dem ServicePoint steht, erschloß sich mir nicht. Neben mir erlitt jemand einen cholerischen Anfall, da scheinbar ein irrsinnig wichtiges Businessmeeting jetzt ohne ihn abging und der Tag für ihn gelaufen war. 5 Minuten vor Abfahrt meines neuen Zuges war ich schließlich an der Reihe. Ich schilderte mein Problem und der ServicePoint-Mitarbeiter suchte mir freundlicherweise noch mal die Zugverbindung heraus (danke, wäre nicht nötig gewesen) und erweiterte schließlich mein Online Papierticket auf der Rückseite mit der handschriftlichen Bemerkung: “Zugbindung aufgehoben - PU in Bonn” und einem offiziellem Stempel und seiner Unterschrift. Außerdem bekam ich das Formular V600.0401V02 in die Hand gedrückt, womit ich meine Gebühr für die Platzkarte wieder bekommen sollte.
Der ICE kam dann auch pünklich (Kunststück, er startete von Köln) und nach eine unspektakulären Fahrt erreichte ich um 12:29 Uhr Hannover HBF. Mein Anschlußzug nach Laatzen war dann zwar auch wieder weg, aber dank Messezeit musste ich nur 5 Minuten auf eine Regionalbahn warten. Dank ICE kam ich somit insgesamt nur eine Viertelstunde später als geplant in Laatzen an, wo mich Christian auch schon erwartete.
March 14, 2005 | Filed Under General | No Comments
overpriced train ticket… checked!
1hour ripped stream of m1live… checked!
important looking business cards… checked!
floorplan… checked!
list of all boothparties… checked!
Ready to go, I am off to CeBIT!
ETA: 12:32pm
March 12, 2005 | Filed Under General | 1 Comment
Mein Lottoeinsatz hat sich gelohnt: 4 Richtige plus Zusatzzahl. Leider ist die 42 nur Zusatzzahl geworden, ansonsten hätte es heute ordentlich was zu feiern gegeben. Hoffentlich sind die Quoten nicht allzu mies… Aber meine bisherigen Lottoeinsätze dürfte ich wohl damit endlich mal ausgeglichen haben.
March 11, 2005 | Filed Under General | 1 Comment
…ist schwul. Habe ich zumindest heute gehört.
Diversity rules!
March 11, 2005 | Filed Under General | No Comments
Videotelefonie via UMTS wird scheinbar gerade gehyped, irgendwie muß man ja die teuer erzockten UMTS Lizenzen wieder reinkriegen. Irgendwie stelle ich mir das eklig vor, wenn man demnächst einem Anrufer erstmal tief in die Ohren schauen muß.
Wie soll man mit solchen Handys überhaupt mobil telefonieren? Ob es wohl tolle “Headsets” geben wird, womit man sich sein Handy vors Gesicht schnallen kann?
March 8, 2005 | Filed Under General | 1 Comment
Leider fliegen Billigflieger von Köln-Bonn bisher noch nicht in so kleine unbedeutende Orte wie Hannover, so dass man als Nicht-Autobesitzer in die Verlegenheit kommt, auf die Dienste der geliebten Deutschen Bahn zurückgreifen zu müssen.
Dummerweise werden diese Dienste nicht gerade preisgünstig angeboten. Meine Mutter ist - aus welchen Gründen auch immer - Besitzerin einer Bahncard und zeigte mir eine Promoaktion der Bahn, womit man eine Partner-Bahncard bis Ende März für ein Jahr kostenlos bekommen kann. Also Antrag ausgefüllt, Kopien der Personalausweise angefertigt, zum Fotografen gefahren und aktuelle Passbilder (stolze 10 Euro für 4 kleine Bilder) anfertigen lassen und dann ab zu einem Infoschalter der Bahn.
Eigentlich hätte ich es mir ja denken können, nach einem kritischen Blick auf die Personalausweise machte mich ein mürrischer Bahnbeamter darauf aufmerksam, dass das Wort Partner-Bahncard wörtlich zu verstehen ist und zerknüllte den Antrag. Umsonst gewartet, aber mal wieder mehrfach live den Unservice der Bahn miterlebt. Schade, dass die Bahn auf den Schienen ein Quasi-Monopol hat, hätten wir eine ähnliche Konkurrenz, wie im Flugbereich, wäre die Bahn schon längst durch andere Anbieter weg.
March 3, 2005 | Filed Under General | No Comments
Einer noch… beim Shopblogger eben gefunden und für sinnvoll erachtet: EGBG Anti-Telemarketing Gegenwehrskript.
For our English speaking people: This is the English version of an anti-telemarketing script.
February 25, 2005 | Filed Under General | No Comments
Ich bin es ja gewohnt, dass Technik einfach mal versagt. Was mich allerdings immer wieder in Erstaunen versetzt, ist die Hilflosigkeit und die Einführung von Workarounds, mit der wir einem Ausfall dieser Technik begegnen.
Der lokale Stüssgen hat beispielsweise einen dieser tollen Hightech Flaschenrücknahmeautomaten. Lustigerweise wird auf einem Schild auch extra noch mal auf das unkomplizierte Zurückgeben und der Vermeidung von Wartezeit bei der Rückgabe der Flaschen hingewiesen. Real ist es aber so, dass Mitarbeiter teilweise zu absurden Workarounds greifen, weil das System mit den zurückgegebenen Flaschen nicht klar kommt. In der Vergangenheit ist es schon mal vorgekommen, dass der Automat partout eine Kiste nicht akzeptiert. Ein Mitarbeiter kommt dann plötzlich aus dem nichts mit einer Leerkiste (= Referenzkiste) und schiebt diese in den Automaten und verschwindet mit der eigentlichen Kiste im Labyrinth des Supermarktes. Heute streikte der Automat komplett. Selbst nach einer intensiven 10-minütigen Reinigung reagierte der Automat äußerst störrisch auf Einzelflaschen. Workaround war dann hektisch auf den einzigen Knopf des Systems zu drücken und das System durch Ein- und Ausschalten zur Ausgabe eines Bons zu bewegen.
Man hätte die Flaschen ja auch einfach per Hand entgegennehmen und dem Kunden einen Papierzettel ausstellen können, aber scheinbar ist das nicht mehr vorgesehen.
Der Flaschenrücknahmeautomatengeist schien sich dann das automatische Haltestellenansagesystem meines Nachtbusses als Nachtlager gesucht zu haben. Nachdem der Bus schon mit Verspätung ankam, verbrachten wir eine geschlagene Viertelstunde und wiederholten Ein- und Ausschalten der Elektronik um das System in Gang zu bringen. Vergeblich. Der Workaround bestand dann in einer Empfehlung des Busfahrers intensiv aus dem Fenster herauszuschauen und ihm Bescheid zu geben, wenn man aussteigen möchte.
Sigh… Sklaven der Technik.
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